fortytwo

Es gibt eine Theo­rie, die besagt, wenn jemals irgend­wer genau her­aus­fin­det, wozu das Uni­ver­sum da ist, dann ver­schwin­det es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizar­re­res und Unbe­greif­li­che­res ersetzt …

… Es gibt eine andere Theo­rie, nach der das schon pas­siert ist.

Dou­glas Adams, 1980

Ewiger Zuschauerrekord gegen Köln

Her­tha kehrt 1968 in die höchste Spiel­klasse zurück und erfährt einen enor­men Zuschau­er­boom. Am 26. Sep­tem­ber 1969 erle­ben 88.075 Besu­cher im Olympia-Stadion einen 1:0-Erfolg über den 1. FC Köln. Wolf­gang Gayer war in der 63. Minute der Schütze des gol­de­nen Tores. Am Ende der Sai­son belegte Her­tha den 3. Rang und war die beste Rück­run­den­mann­schaft!
Her­tha spielte mit fol­gen­der Auf­stel­lung: Fraydl — L. Groß — Wild — Witt — Patzke — End­ers — Alten­dorff (80. Bre­den­feld) — Gayer — Ipta — Horr (34. Brungs) — Stef­fen­ha­gen
Quelle: Her­tha BSC.

Was hat sich geändert?

Hertha im Olympiastadion-Berlin | August 2011Das Olympia-Stadion fasst nur noch 74.064 Zuschauer, damals gab es noch kein Dach (!) und eine Laut­spre­cher­an­lage, die einen nicht taub gemacht hat und für so wich­tige Durch­sa­gen benutzt wurde, wie: »Der Fah­rer des Wagens mit dem amt­li­chen Kenn­zei­chen B-AB 42 (oder so ähnlich) wird gebe­ten, sei­nen Wagen von der Ein­fahrt der Poli­zei­wa­che zu ent­fer­nen!«, die Lauf­bahn war noch aus Asche, es gab noch 4 große Flut­licht­mas­ten, es gab noch Holz­bänke ohne Rücken­leh­nen und Sitz­platz­num­me­rie­run­gen, die Anzei­ge­ta­fel wurde manu­ell bedient, eine Ein­tritts­kar­ten­klasse (u.a. für Schü­ler) lau­tete: Unter­ring Kurve, Ober­ring gesamt, wenn man Glück hatte wurde das Spiel in einer kur­zen Zusam­men­fas­sung in der Sport­schau gezeigt, man konnte im Wan­del­gang ein­mal ums Sta­dion lau­fen (keine VIP-Logen), als Schü­ler ohne Geld konnte man noch über den Zaun klet­tern und so (meis­tens) kos­ten­los ins Sta­dion, das »Cate­ring« (das Wort gab es damals noch nicht!) war etwas über­schau­ba­rer, die Jesse-Owens-Allee hieß noch Reichs­sport­feld­straße, der 92er und 94er Bus fuh­ren bei Hertha-Spielen noch eine Schleife hoch zum Sta­dion, die S-Bahn wurde igno­riert oder fuhr gar nicht (habe ich ver­ges­sen), das Olym­pia­ge­lände war fest in der Hand der Bri­ten, die Hertha-Frösche hat­ten noch »Trö­ten« dabei, ich bin von Ste­glitz nach Kla­dow umge­zo­gen, u.v.m.

Was ist geblieben?

Ich bin Hertha-Fan und Her­tha spielt in der 1. Bun­des­liga gegen den 1. FC Köln (am 1. Okto­ber 2011) vor ver­mut­lich ca. 50% der Zuschauer vom 26. Sep­tem­ber 1969.

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IMMER HERTHA — Ges­tern. Heute. Morgen

26. September 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

Towel-Day (Handtuch-Tag) 2011

Axel Becker am Towel Day (Handtuch-Tag) 2011Auf der Ter­rasse warte ich am Handtuch-Tag 2011 — in per­fek­ter »Per Anhal­ter durch die Galaxis-Bekleidung« — dar­auf, dass mich heute (mög­lichst kein Vogonen-Raumschiff) irgendwo ins Welt­all mit­nimmt. Das Hand­tuch ist jedoch immer eine gute Hilfe über den Tag!

Die Dou­glas Adams-Trilogie bei Ama­zon …:

… die ers­ten 2 Bände als Hör­buch im iTu­nes Store
Per Anhal­ter durch die Gala­xis
Das Restau­rant am Ende des Uni­ver­sums

25. Mai 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

Kannst Du mich hören Thomas?

see me | feel me | touch me | heal me

Gibt es Doppel-LPs (das waren so schwarze Schei­ben, die man auf ein Gerät namens »Plat­ten­spie­ler« legte um Musik zu hören und dann nach ca. 17–20 Minu­ten auf­ste­hen musste, um sel­bige umzu­dre­hen damit man die Rück­seite hören konnte – bitte nicht mit der CD ver­su­chen!), die ich öfter gehört habe als Tommy von The Who? Ver­mut­lich nicht.

Der Grund ist recht ein­fach: Wie im Arti­kel zu Uncle Meat von Frank Zappa erwähnt, haben wir im Eng­lisch­un­ter­richt die »Rock­oper« von Anfang bis Ende durch­ge­nom­men. Das war damals (Anfang/Mitte der 70er Jahre) etwas beson­de­res! Lei­der konnte ich The Who nie in Ori­gi­nal­be­set­zung (mit dem 1978 ver­stor­be­nen Keith Moon am Schlag­zeug) sehen. Ersatz­weise kann man sich das Live-Album Live at Leeds besor­gen und sich unter Kopf­hö­rern mal auf das Schlag­zeug kon­zen­trie­ren. Keith Moon war einer der ganz gro­ßen Drummer!

Als ich 1989 in den USA in Bos­ton lebte, gab es immer­hin die Gele­gen­heit das 25jährige Band­ju­bi­läum im dama­li­gen Fox­boro Sta­dium den Rest der Band zu sehen. Nach der Hälfte des Kon­zerts hatte der Sän­ger und Mikrofon-Werfer Roger Dalt­rey einen Kloß im Hals und Pete Town­s­hend (die Wind­mühle) und ich glaube auch der 2002 ver­stor­bene John Ent­wistle san­gen den gro­ßen Rest des Kon­zerts. Es war trotz­dem beein­dru­ckend, weil wie immer in Kon­zer­ten in den USA alle (und ich meine auch alle) Songs mit­ge­sun­gen wur­den und ich konnte – dank des Eng­lisch­un­ter­richts an der MBO in Berlin-Spandau &ndash die auch!

Tommy (Deluxe Edi­tion) — The Who im iTu­nes Store
Tommy (Ori­gi­nal Sound­track Recor­ding) — Various Artists im iTu­nes Store

23. Mai 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

Verrückte Pferde in Höchstform

Umrahmt von zwei unglaub­li­chen »Knal­lern« (Cin­na­mon Girl als Eröff­nungs­stück und Cow­girl In The Sand zum Abschluss des Albums), ist Ever­y­body Knows This Is Nowhere eins mei­ner Lieb­lings­al­ben von Neil Young. Was aus sol­chen Songs live »raus­zu­ho­len« ist, konnte ich 2009 beim Cita­del Music Fes­ti­val auf der Zita­delle Span­dau sehen. Dort krach­ten und schep­per­ten Neil Young and the Crazy Horse, dass es eine wahre Freude war. Wenn einem Musik das Gehirn frei­bla­sen kann, dann diese – sich von Höhe­punkt zu Höhe­punkt stei­gernde – Musik. Der immer noch im Geiste junge Young rockte mit sei­ner Band der­ma­ßen, dass die Zeit wie im Flug ver­ging. Bei Cow­girl In The Sand zeigt er bereits auf dem Album, dass schon 1969 die Grunge-Musik erfun­den wurde, näm­lich von Neil Young. Viel spä­ter trat er mit Pearl Jam live auf!

Ever­y­body Knows This Is Nowhere — Neil Young With Crazy Horse im iTu­nes Store

14. Mai 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

(Guter) Geschmack (hilft)

Es sind die Som­mer­fe­rien 1977 und ich bin mit einem dama­li­gen Freund in Milina, Grie­chen­land im (Hoch-)Sommerurlaub. Geplant waren 6 Wochen – die volle Dröh­nung. Neben den Bau­ar­bei­ten an den kurz zuvor von sei­nem Vater erstan­de­nen Grund­mau­ern (fälsch­li­cher­weise »Haus« genannt) gibt es ab und zu Neu­ig­kei­ten aus der Hei­mat in Form eines Spie­gels (PDF-Datei der Ankün­di­gung aus dem Spiegel-Archiv) vom Zei­tungs­ki­osk aus Volos. Eine die­ser Neu­ig­kei­ten war: Der WDR (West­deut­scher Rund­funk) wird am 23.-24.Juli 1977 eine Live-Rocknacht aus der Esse­ner Gru­ga­halle über­tra­gen. Mit dabei: Little Feat, Roger McGuinn (Ex-Frontmann der Byrds) und eben Rory Gal­lag­her, »Mr. Taste«!
Wir (zwei junge Erwach­sene und ein Rie­sen­schnau­zer namens Pud­ding) setz­ten uns in den nächs­ten Zug (!!!) und fuh­ren 3 Tage zurück nach (West) Ber­lin um dort die­ses Kon­zert im Kreise von (vie­len) Freun­den zu genießen.

Tscherr­männ Tele­wi­schen praut­lieh presents

wurde danach zum geflü­gel­ten Wort …

Rory Gal­lag­her starb am 14. Juni 1995 in London.

Taste — Taste im iTu­nes Store

30. April 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

Onkel Fleisch


Frank Zappa – Uncle Meat war nicht meine erste Begeg­nung mit Zappa. Die kam erst Jahre spä­ter, näm­lich 1974 mit dem Doppel-Live-Album Roxy & Else­where, das mir ein dama­li­ger Mit­schü­ler emp­fahl. Mein Eng­lisch war damals nicht so gut, dass ich alles ver­ste­hen konnte (eigent­lich ver­stehe ich immer noch nicht alles, was viel­leicht auch bei man­chen Tex­ten ganz gut ist …), jedoch hat­ten wir eine Englisch-Lehrerin (Frau Krohn von der Martin-Buber-Oberschule), die mit uns »Rock-Musik«-Texte über­setzte. Seit dem kann ich Tommy von The Who aus­wen­dig ;-) aber bei den Zappa-Texten legte auch sie sich die Kar­ten. Bis heute weiß ich nicht, ob sie das nicht konnte oder – wegen der nicht ganz jugend­freien Texte – nicht kön­nen wollte. Spä­ter hal­fen mir dann Bücher von zwei­tau­send­eins (Plas­tic People – Song­book und Zonx) mit ihren – meist ganz guten – Text­über­set­zun­gen. Sehr emp­feh­lens­wert ist auch das kürz­lich erschie­nene Buch Grand Zappa – Inter­na­tio­nale Frank Zappa Dis­co­logy.
Übri­gens ist Frank Zappa der erste und ver­mut­lich auch ein­zige Künst­ler, der es geschafft hat mit einem Instrumental-Album in den USA auf den Index für Musik mit jugend­ge­fähr­den­den Tex­ten zu kom­men (Par­en­tal Advi­sory — Exp­li­cit Content).

21. April 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

Lieder aus dem stillen Kämmerlein

Im April 1976 durfte ich ein legen­dä­res Kon­zert von Leo­nard Cohen in der Ber­li­ner Phil­har­mo­nie erle­ben. Ich erin­nere mich ein an 2,5 (plus X) Stunden-Konzert mit »ewig« lang andau­ern­dem Schluss­ap­plaus und der dar­auf fol­gen­den, nicht enden wol­len­den Ver­sion von Lover, lover, lover, lover, lover, lover, lover, come back to me! zu der die rest­li­chen Zuschauer in den Innen­raum gebe­ten wur­den. Ein Groß­teil des Kon­zerts bestimm­ten die Stü­cke aus dem jetzt 42 Jahre alten Album Songs from a Room, wie »Bird On A Wire« oder auch »The Old Revo­lu­tion«.
Neben der Musik erlebte ich einen wei­te­ren legen­dä­ren Moment, als mein Bru­der mit sei­ner Spie­gel­re­flex­ka­mera der Marke Praktica (DDR-Produktion) genau in dem Moment den Aus­lö­ser drückte, als »Toten­stille« in der Phil­har­mo­nie herrschte. Gefühlte 2.500 Augen­paare dreh­ten sich zu uns mit dem »muss-das-denn-jetzt-sein-Blick« um. Wer eine Praktica aus den 70er Jah­ren sein Eigen­tum nennt, weiß in wel­cher Laut­stärke der Mecha­nis­mus auslöst(e). Es war ein denk­wür­di­ger Abend.
Songs from a Room — Leo­nard Cohen im iTu­nes Store

2. April 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

Aber bitte mit Sahne


Nach nur drei Alben in drei Jah­ren gab die eng­li­sche Super­group Cream ihre Auf­lö­sung bekannt. Wie es sich für rich­tige eng­li­sche Gent­le­men gehört, ver­ab­schie­dete man sich mit einem Album mit dem pas­sen­den Namen: Good­bye. Mit drei Live– und eben­so­vie­len Studio-Titeln konnte die Band ihren Super­sta­tus, mit Platz 1 in den US-Albumcharts und Platz 2 in Groß­bri­tan­nien, auch zum Abschluss unter Beweis stel­len. Einer der Studio-Songs — Badge — wurde übri­gens von Eric Clap­ton gemein­sam mit George Har­ri­son geschrieben.

Man soll ja schließ­lich auf­hö­ren, wenn es am Schöns­ten ist …

Warum Cream als erste soge­nannte Super­group gefei­ert wurde, zei­gen die Vor­grup­pen, die sie in den Livek­on­zer­ten hat­ten: Taste (mit Front­mann Rory Gal­lag­her), Yes und Deep Purple (!).

Im Jahr 2005 gaben Eric Clap­ton, Jack Bruce und Gin­ger Baker einige sen­sa­tio­nelle Reunion-Konzerte in der Royal Albert Hall (Lon­don) und im Madi­son Square Gar­den (New York).

Good­bye (Remas­te­red) — Cream im iTu­nes Store

21. März 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

Sonderbare Zähne und eine böse Frau …


… hat­ten es mir vor etli­chen Jah­ren ange­tan. Das zweite Album Spooky Two gilt als das Meis­ter­werk der bri­ti­schen Rock­band Spooky Tooth. Ob »Spooky« mit son­der­bar oder gru­se­lig über­setzt wird ist dabei wohl neben­säch­lich. Was zählt ist allein die Musik und die spricht für sich. Ein ent­schei­den­der Fak­tor dafür war die unge­wöhn­li­che Instru­men­tie­rung der Band mit zwei Key­boards (Orgel und Kla­vier), wie es bei­spiels­weise auch Pro­cul Harum ver­wen­dete. Trotz­dem ver­bin­den alle Titel von Spooky Two coole free-style Rock­rhyth­men mit ent­spann­tem Tempo – per­fek­tio­niert in mei­nem Lieb­lings­stück »Evil Woman«.
Zu kau­fen gibt es Spooky Two nur als CD, nicht als Down­load (nur: The Best of Spooky Tooth). Oder man hat halt noch die Lang­spiel­platte … Jün­gere Leser kön­nen ja goog­len, was das ist.

1. März 2011 00:42 Uhr | Axel Becker

Retsinakanister > Palindrom > ?

Kin­der, wie die zeit ver­geht! Der 11. Februar ist – erstaun­li­cher­weise – auch in die­sem Jahr der 42. Tag des Jah­res. Die­ses Jahr ist er aller­dings ein Zah­len­pa­lin­drom. 11.02.2011 rück­wärts gele­sen ist 11.02.2011 (die Punkte dür­fen dabei igno­riert wer­den!). Was hätte Dou­glas wei­ter »

11. Februar 2011 00:42 Uhr | Axel Becker